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„Saalü“ – das unglaubliche
Heimatvariete´ flog zum Mars
Dorfspektakel
mit vielen Geschichten und neuem Programm gastierte in Ulmen
Es war schon fast
als unglaublich einzustufen, was die vier Künstler des Varieté
„Saalü“ – mit tatkräftiger und gesanglicher
Unterstützung von „Eifel-Andy“ - im Gasthaus „Bürgerstube“
auf die eigens aufgebaute Bühne brachte. Die Fähigkeit der
„Saalüisten“, das Publikum von Anfang in ihren Bann
und aktiv mit in das Programm einzubeziehen, war ausgesprochen aus-geprägt;
Schlagfertigkeit, Improvisationstalent, Witz und Humor waren ein Garant
dafür, dass es ein unvergesslicher Abend beim „Kreijtz ön
Ölme“ wurde.
Angetreten wurde eine Reise in Schallgeschwindigkeit von einem Ort „hinter
dem Mond“ zum Zielplaneten Mars unter Führung des Weltraum-Schieß-Gesellschaftsamtes
in der Zu-sammensetzung von Frau Lisbeth Rüebli, Fürchtegott
Quantensprung, Hein Haargenau und Dr. G. Räusch. Nachdem Professor
Quantensprung eingängig während einer Jonglage das Universum
und dessen Entstehung seit dem Urknall erklärt hatte und Frau Rüebli
unter Tat-kräftiger Mitwirkung des Publikums– so zumindest
die Absicht – ein Schweizer Heimatlied gesungen hatte, erklangen
die Glocken (oder besser gesagt: die Glöckchen) von Ulmen zum Hauptthema
von Beethovens 9. Symphonie.
Anschließend nahm das Team „saalü“ eine Inspektion
des Saales vor, in dem die abendliche Veranstaltung stattfand, bevor
die „Wirtsleute“ Sigurd und Udo Kreutz (Kreijtz) einige
Ge-schichten, die sich nachgewiesenermaßen in diesem altehrwürdigen
Gemäuer und in „Ölme“ abgespielt haben, zum Besten
gaben. So wurde unter anderem geklärt, warum ein Teil des Gasthauses
„Haifischbar“ hieß, warum trotz des Auftritts von
„Konny Esper mit seinen 100 Musikanten“ doch noch Publikum
in dem Saal Platz fand. Auch die Möglichkeit Edmund Stoiber loszuwerden
- im Zusammenhang mit Hecht mit einem Glöckchen um den Kopf, der
im Maar schwimmen soll – wurde aufgezeigt. Erklärungen, warum
ein Krokodil vor nicht allzu langer Zeit die Liegewiese am Maar auf
der Suche nach einem „Blauen Ei“ komplett umgegraben hat
und was das „Tal der Demut“ denn nun wirklich darstellt
– nämlich den Ortsteil Meiserich- schlossen sich an. Auch
Sandra Regnier von Verkehrsverein Ulmen wuss-te an dem Abend allerlei
Interessantes und Lustiges über die Ulmener Hausnamen zu berich-ten
und stellte durchaus nachvollziehbar fest, warum Ulmen als „offenes
Dorf“ durchaus mit New York vergleichbar ist. Bevor eine gehörige
Portion Weltraumnahrung für den Flug zum Mars zubereitet wurde,
kamen aus dem Publikum mit „Döppekooche“, „Himmel
unn Erd“, „Eierschmär“ und anderem mehr einige
heimatlich geprägte Vorschläge für die Weltraum-Speisekarte.
Nach einer kurzen Verschnaufpause, die eifrig zur Regeneration der Lachmuskeln
genutzt wurde, startete der zweite Teil des Weltraumfluges zum Mars
mit einem „Alphorn-Doodle“ von Lisbeth Rüebli, instrumental
unterstützt vom restlichen Ensemble. Anhand eines Moleku-lartransponders
wurden die Beweise angetreten, dass zum einen durchaus Platz in der
engsten handelsüblichen Mülltonne für einen Hasen und
Frau Rüebli und einer Unzahl von Besen ist und zum anderen Frau
Rüebli und der Hase zu einem „Hasenmensch“ verwandelt
werden konnten.
Es folgte mit dem Auftritt von „Eifel-Andy aus
dem Tal der Demut“ eine musikalische Einlage eines
„local hero“, der mit seiner „Quetsch“ bekanntes
Liedgut aus der Eifel, insbesondere am Vorabend des 11.11. durchaus
auch karnevalistisch geprägt,
zum Besten gab.
An einen „nonverbalen“ intergalaktischen Kommunikationswettkampf
zwischen Männ-lein und Weiblein mit der Zielsetzung, dass sich
„Einheimische“ mit „Zugezogenen“ besser verstehen
lernen sollten, schloss sich eine „Verliebungsübung“
an, die dann die Vertre-ter/innen beider Geschlechter derart in Wallung
brachten, dass sogar die anwesenden „Alt-60er“ noch einmal
richtig in Schwung kamen.
Nach der Vorstellung einer neuartigen Maschine zum Verdrehen der Köpfe
im Uhrzeigersinn, die an Herrn Hein Haargenau eindrucksvoll getestet
wurde, kamen noch einmal Geschichten aus dem Saal an das Tageslicht,
unter anderem, wie eine Frau für 5 Mark gekauft wurde oder warum
ein Bauer beim Heumachen den Ruf zum Herrgott ausstieß:“
Ich wünscht’, dein bester Erzengel tät dir verrecken!“
Auch der Sinn des „Mai-Pädje“ wurde erläutert
und dabei festge-stellt, dass unbedingt noch ein „Pädje“
von Ulmen nach Hörschhausen oder umgekehrt zu streuen ist. Gymnastik
pur und ohne Rücksicht auf Verluste jeglicher Art zeigten dann
die „Drei von der Milchstraße“, bevor nach Abschluss
aller vorbereitenden Maßnahmen der end-gültige „Countdown“
und der Start zum Mars erfolgte. In völlig neuartigen Raumanzügen
kam es zu einem nahezu perfekten „Lift off“, doch nach Auftreten
plötzlicher elementarer Triebwerksprobleme im Verbund mit einigen
Knalleffekten folgte unvermeidlich ein schnel-ler Rücksturz auf
die Mutter Erde an den „Ort hinter dem Mond“. Hier war das
Programm eigentlich „Fertig“, doch unbändiger Applaus
nötigte dem Ensemble noch eine tolle Zugabe ab: „Eifel good“
oder besser gesagt „I feel good“, ein Welthit von James
Brown, wurde in der „saalü-Fassung“ interpretiert,
so dass erneut kein Auge trocken blieb. Das war das „Tüpfel-chen
auf dem i“ zum Abschluss eines unbeschreiblichen Abends, der unbedingt
nach einer baldigen Neuauflage schrie.
Übrigens setzt sich das „Saalü Weltraum-Schieß-Gesellschaftsamt“
im richtigen Leben aus folgenden Personen zusammen: Dr. G. Räusch
wird dargestellt von Utz A. Thorweihe, einem bekannten Schauspieler,
Regisseur und Filmemacher und Produzent zahlreicher Kinderfilme für
das ZDF. Fürchtegott Quantensprung heißt eigentlich Jan Fritsch
und ist als ausgebildeter Multi-Musiker und Entertainer in diversen
Ensembles, wie dem Staatstheater Braunschweig, dem Jungen Theater Bremen
und anderen mehr tätig. Hinter Hein Haargenau verbirgt sich mit
Walter Pohl eine geborener Bremer, der Musiker, Melker, Schauspieler
und Diplom-Psychologe ist und zusammen mit Utz A. Thorweihe in verschiedenen
literarischen Theater-stücken auf der Bühne stand. Bleibt
noch Lisbeth Rüebli, die von Uli Baumann dargestellt wurde, einer
ausgebildeten Komikerin und Entertainerin, die neben verschiedenen Theater-produktionen
auch mit dem Soloprogrammen „Die kesse Politesse“ und „Babette“
in der ge-samten Republik und im deutschsprachigen Ausland tourt.
Wilfried Puth
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In
Masburg ging die Post ab
Drei Tage lang
hatten die Junggesellen das Eifeldorf voll im Griff
MASBURG. Drei Tage
lang hatten männliche und weibliche Junggesellen das Eifeldorf
Masburg voll im Griff. Ein ausgewogenes Musik- und Showprogramm zog
viele hundert Festgäste an, die mit den Einheimischen in der Sporthalle
bis zum Abwinken feierten. Die Organisatoren hatten allerbeste Unterhaltung
gebucht.
Den Auftakt machten
die agilen Eifelaner freitags mit einem ausgedehnten Dämmerschoppen
und einer Musikparty mit Ohrwürmern aus den 70er und 80er Jahren.
Auch die günstigen Getränkepreise erinnerten an diese Zeit.
Zur "Megarocknacht"
einen Tag später spielte die Gruppe "Bounce" auf und
sorgte schnell für allerbeste Stimmung in der Halle. Damit verbunden
hatten die Ausrichter eine "Ladys-Night".
Als der 300. weibliche Gast die Halle betrat, gab es kostenlosen Sektausschank.
Auch der Sonntag
war noch einmal mit abwechslungsreichen Programmpunkten gespickt.
Den Auftakt machte "Eifel Andy"
zum bayerischen Frühschoppen. Später baten die "Steilbachspatzen"
Dora, Michaela und Christa zur Kuchentafel und zum Tanz. Eine große
Verlosung mit einem gemütlichen Ausklang vervollständigten
am späten Nachmittag ein gelungenes Fest und sorgten damit gleichzeitig
für eine gute Werbung
für das kommende Jahr. (te)
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Ulmener
Maarhexen waren wieder losgelassen
Freiwillige Feuerwehr Ulmen Löschzug I.
richtete erneut „Moarhexenooscht“ aus
Auch wenn der
Betrieb erst relativ spät so richtig losging,
entwickelte sich der Tanz in den Mai unter dem Motto
„Moarhexenooscht“ (Maarhexennacht) in Ulmen doch wieder
zu einer tollen Veranstaltung, die allen Anwesenden
viel Spaß und gute Laune bereitete. Eingeladen hatten
wieder die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ulmen Löschzug
I
um ihren Wehrführer Thomas Kerpen in das zum Tanzsaal
umfunktionierte Feuerwehrgerätehaus im Bürgersaal.
Die Gäste konnten bei der sehr guten musikalischen Unterhaltung
von „Eifel-Andy“ (Andreas Willwer, Ulmen-Meiserich),
der im Verlauf des Abends durch einen spontanen
Auftritt von Gregor Mainzer (Ulmen) mit Saxophon
und Keyboardmusik ausgezeichnet unterstützt wurde,
nach besten Kräften das Tanzbein schwingen, sich aber
auch in den Tanzpausen unterhalten, sich mit Getränken
und Speisen verwöhnen lassen und auch den einen oder
anderen „Hexen-besen“ ersteigern.
Die Anwesenheit zahlreicher Ulmener Bürgerinnen
und Bürger,
an der Spitze Ortsbürger-meister Alois Keßeler, Beigeordnete,
Ratsmitglieder sowie Vertreter/innen der örtlichen Ver-eine und
Verbände dokumentierte auch die Verbundenheit zu „ihrer Feuerwehr“
und die An-erkennung der stets ausgezeichneten Leistungen
im Jahreslauf. Denn immerhin sind die Feu-erwehrkameraden
freiwillig rund um die Uhr in einem ausgeklügelten Einsatzplan
bereit,
um vor allem in der akuten Unfallhilfe und der technischen Hilfe
besonders auf der Bundesauto-bahn A 48 und den Bundesstraßen '
rund um den Eifelort einsatzbereit zu sein. Hier sind spe-zielle
Kenntnisse über Gefahrengüter, „Erste Hilfe Maßnahmen“
am
Unfallort und viele ande-re wesentliche Kenntnisse notwendig,
um einen reibungslosen Ablauf der Rettungsmaßnah-men
auch bei Bränden oder anderen Unglücksituationen gewährleisten
zu können. Daher müssen die Einsatzkräfte sich durch
regelmäßige
und umfassende Schulungen „fit“ halten. Und das die Ulmener
Wehrmänner – auch schon der Feuerwehrnachwuchs – in
fachlicher
und technischer Hinsicht gut gerüstet sind, haben sie in einer
Vielzahl
von Einsätzen in den letzten Monaten bewiesen, sehr zum
Dank der vielen daran unmittelbar oder mittelbar beteiligten Menschen.
Wilfried Puth
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